coaching

Erst die Erde – dann zum Mond

Mond

Im April 2026 hebt Artemis II ab. Vier Astronauten, zehn Tage, Ziel: der Mond. Das erste Mal seit 1972. Die Welt schaut zu – und ich frage mich: Warum jetzt?

Millionen Menschen haben im vergangenen Jahr Hunger gelitten. 

Bis im Jahr 2050 werden bis zu 200 Millionen Klimaflüchtlinge prognostiziert.

Gletscher schmelzen, Küsten versinken, Kriege treiben Millionen in die Flucht.

Und wir bauen Raketen.

Das NASA-Artemis-Programm hat bisher über 55 Milliarden Dollar verschlungen. Das Welternährungsprogramm der UNO bräuchte jährlich rund 10 Milliarden, um die schlimmsten Hungerkrisen zu stoppen. Die Rechnung macht sich von selbst.

Ja, Raumfahrt bringt nützliche Technologien. Ja, Weltraumforschung hat ihren Wert. Aber das Argument hören wir seit den 1960ern – und trotzdem hungern heute mehr Menschen als je zuvor.
Die Frage ist vielleicht nicht ob wir ins All sollen sondern wann  und in welcher Reihenfolge?

Solange auf diesem Planeten so vieles im Argen liegt und wir die Milliarden, statt sie auf der Erde nützlich einzusetzen, in Mondraketen stecken, stimmt etwas mit unseren Prioritäten nicht.

Der Mond läuft nicht weg. Die Erde braucht uns jetzt.

Teilen:

Facebook

Teilen:

Facebook