Meine Freiheit – Deine Freiheit

Freiheit

In den letzten Monaten rückte ein Begriff, beziehungsweise ein Wert,  unweigerlich immer mehr in den Fokus. Die Freiheit. Menschen gehen auf die Strasse, weil sie denken ihre Freiheit werde immer mehr beschnitten.

Weil Bedürfnisse und Werte zutiefst miteinander verbunden sind, ist es nicht verwunderlich, dass wir wütend werden wenn wir meinen, dass unsere wichtigsten Werte verletzt werden.  Wut entsteht aus einem nicht erfüllten Bedürfnis. Welche unerfüllten Bedürfnisse stecken denn hinter dieser Wut?

Ist „Freiheit“ in einem Gesellschafts- und Wirtschaftssystem wie wir es zurzeit haben überhaupt noch denkbar? Sind wir nicht längst schon in unzähligen Abhängigkeiten verwickelt, welche das Wort „Freiheit“ enorm strapazieren. Haben wir nicht schon lange unsere eigene Verantwortung für die Erfüllung unserer Bedürfnisse an die Wirtschaft ausgelagert und „unsere Freiheiten“ zusehends anderen überlassen? Wenn wir glauben, uns in den Ferien nicht erholen zu können weil die Fluggesellschaft unsere Wunschdestination gerade nicht anfliegen kann, dann ärgern wir uns über die Fluggesellschaft. Wir delegieren die Erfüllung unserer Bedürfnisse an die Fluggesellschaft. Andere Bedürfnisse delegieren wir an die Politik, an einen Konzern oder an eine NGO….

Wenn wir immer alle Bedürfnisse befriedigen wollen, dann werden wir deren Sklaven. Wir fühlen uns in unserer vermeintlichen Freiheit immer mehr eingeschränkt.

Wenn wir lernen zu verstehen, was uns im Inneren antreibt, können wir uns weiter entwickeln und wir entdecken die Freiheit im Verzicht.

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