Menschen Dinge

Das ICH ist in den Mittelpunkt gerückt. Die eigenen Interessen stehen über allem.

Die Mottos unserer Zeit sind: Ich will. Ich brauche. Ich habe Recht, auch wenn ich nicht weiss wovon ich spreche.

Narziss, der schöne selbstverliebte Jüngling zeigt sich in einer neuen Gestalt. Sich selbst darzustellen, wichtig und bewundert zu werden ist das höchste Ziel. Luxusgüter, Statussymbole mit denen wir dafür den richtigen Rahmen setzen sind ausserordentlich begehrt. Rücksichtslosigkeit, Entsolidarisierung, Zerstörung der Umwelt sind alles typische Folgen einer zunehmend narzisstisch geprägten Gesellschaft. Die Welt ist im Chaos.

Die Geschichte von Narziss gibt es in verschiedenen Versionen. Eine versöhnliche Version ist diese:

„Narziss verzehrt sich vor Selbstsucht und kommt zu Tode. Doch da wo er gestorben ist, entspringt eine Blume, die Narzisse. Die Narzisse, welche für Friede, Anmut und Neuanfang steht. Die Osterglocke, die Aufbruch, Wachstum und neues Leben verheisst. Jene Blume, deren Wurzel von den Wühlmäusen verschont wird, die nicht von Eifersucht, Zweifel und Missgunst aufgefressen wird. Eine Transformation der schönen, aber leidenden, liebesunfähigen und sich verzehrenden Kreatur hin zu neuem Leben und einer neuen Welt. Mit der Verwandlung des toten narzisstischen Leibes in eine erwachende Blume wird eine neue Dimension betreten. Die Kraft einer aufkeimenden Pflanze statt eines grandiosen, verlebten Körpers. Freude für andere statt Selbstsucht, weniger egozentrisch, wärmer, mitmenschlicher.“

Unsere Welt braucht mehr «Antinarzissmus»!

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